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OSTSEEKREUZFAHRT:

Kreuzfahrtgebiet: Ostsee   Rußland   St. Petersburg

Kreuzfahrthafen: St. Petersburg

Diese Stadt hat oft ihren Namen geändert: von Sankt Peterburg über Petrograd zu Leningrad und heute nun heißt sie Sankt Petersburg. Niemals jedoch hat sie ihre Identität geändert, diese Hass-Liebe zwischen einer großen Stadt und einem Fluss, der Reichtum, aber auch Armut bringen kann, Wohlstand, aber auch Zerstörung.
Der Fluss, von dem wir sprechen ist natürlich die Newa, deren Mündungsdelta sich aus zahlreichen Flusswindungen, Nebenflüssen und kleinen Inselchen zusammensetzt. Hier gründete Peter der Große eine Stadt, die später einmal eine der größten, bevölkerungsreichsten und repräsentativsten Städte Russlands werden sollte. Mit knapp fünf Millionen Einwohnern und seinen Industriekolossen kann sich Sankt Petersburg einer abenteuerlichen Geschichte rühmen, die fast romanhafte Züge annimmt: die Stadt befindet sich im Zentrum nie enden wollender Streitigkeiten zwischen Russen und Schweden um maritime und kommerzielle Belange.

Sie wurde, so wie sie sich heute präsentiert, am Anfang des 18. Jh. konstruiert, entwickelte sich aber zu ihrer vollen Gestalt erst ein halbes Jahrhundert später unter der Herrschaft von Katharina II. Damals erlebt Sankt Petersburg seine Glanzzeit, nicht nur was den Reichtum seiner Familien angeht, sondern auch aus kultureller und sozialer Sicht. Das nachfolgende Jahrhundert zerreißt die Stadt mit den Aufstandsbewegungen der weniger wohlhabenden Schichten und mit der Invasion durch Napoleon, die Alexander I. aufhielt. Gleichzeitig versuchte er die Lebensbedingungen der Bevölkerung zu verbessern.
Unter der Herrschaft des letzten Zars aus dem Geschlecht Romanov, Nikolaus II., beherbergt Sankt Petersburg die gleichen Idealisten der Revolution, deren erster Versuch im Januar 1905 mit der Ermordung Hunderter von streikenden Pazifisten durch das königliche Heer vor dem Winterplatz endete. Mit der zweiten Revolution im Oktober 1917 reißen die Leninisten die Regierung an sich und Sankt Petersburg erlebt eine tagelange blutige Schlacht in den Straßen der Stadt, die zahlreiche Menschenleben fordert.
Die Regierung wird nach Moskau verlegt, doch Sankt Petersburg bleibt weiterhin ein Symbol der russischen Welt und Kultur. Vielleicht auch deshalb wählte das nationalsozialistische Deutschland ausgerechnet diese Stadt als erstes Ziel des Russlandfeldzuges aus. Wie dieses Kapitel endete, lehren uns die Geschichtsbücher: der Stadt gelang es drei Jahre lang, der Invasion der Deutschen zu widerstehen, doch waren über eine Million Opfer zu beklagen. Der Zweite Weltkrieg hinterließ ein bis auf die Grundmauern zerstörtes Sankt Petersburg, doch lässt der Wiederaufbau die Stadt zu einem riesigen Industriemolloch anwachsen.

Unter den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in Sankt Petersburg verdient die Peter-und-Pauls-Festung auf einer Insel der Newa besondere Erwähnung: als Hochburg und Gefängnis der Stadt wurden hier die politischen Feinde des Zars gefoltert. Heute beherbergt sie ein Museum.
Die russische Kultur findet ihren höchsten Ausdruck in der legendären Eremitage: dieses Museum beherbergt zahlreiche historische Dokumente von grundlegender Bedeutung und Kunstwerke höchsten Niveaus, die zum größten Teil aus der kaiserlichen Sammlung der Zaren stammen. Der Winterpalast, offizielle Residenz der Zaren, ist eins der gelungensten Beispiele für die russische Barockarchitektur. Doch das wahre Kunstwerk, das auf Veranlassung der Romanov errichtet wurde, ist wohl Petrovorets, die Sommerresidenz der Zaren. Sie wurde unter bemerkenswerten Kraftaufwand errichtet und war in der Lage, mit den schönsten Königshäusern Westeuropas mitzuhalten.
Um sich eine Idee von der Größe zu machen, in der sich die russische Architektur erschöpft, halte man sich das Beispiel der Isaak-von-Kiew-Kathedrale vor Augen: sie ist 101 Meter hoch, wird von einem Gürtel von Säulen aus rotem Granit umgeben und bietet Platz für 12.000 Menschen.

Den gleichen Eindruck hinterlässt der berühmte Nevski-Prospekt, die wohl bekannteste Straße in ganz Russland. Mit ihren 4,5 Kilometern Länge und einer Breite, die zwischen 25 und 60 Meter schwankt, mit in Reih' und Gleid stehenden Prachtpalästen, den berühmtesten Lokalen und den reichsten Geschäften ist sie das kulturelle und kommerzielle Zentrum der Stadt.
Bei Tisch lieben die Bewohner der Stadt recht "gewichtige" Dinge: Räucherlachs, Stör in Gelantine und eingelegte Heringe, die Suppe Borschtsch (mit Kohl, Rüben, Fleisch und saurer Sahne) und die Solianka (Hauptzutat Fleisch oder Fisch). Weiterhin sehr beliebt sind das Kotelett auf Kiewer Art aus Hühnerfleisch, das Boef Stroganow (Rindfleisch, Zwiebeln und Pilze), die Schaschlik-Spießchen, Rindfleisch mit Meerrettich und Stör auf Moskauer Art. Natürlich ist das typischste Getränk der Wodka, den wahre Männer in einem Zug austrinken.

Bei folgenden Seereisen kann dieser Hafen als Anlaufstation enthalten sein:

*auf die Kreuzfahrtpassage außer Costa und Aida Kreuzfahrten